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Abschied von der Kleiderkammer

- Anneliese Schumacher (vorn) und Eugenie Ermantraud öffneten am Mittwoch zum letzten Mal die Kleiderkammer im Haus der Caritas in Soest. Für das langjährige Engagement der Helferinnen dankten (v. l.) Pfarrer Friedhelm Geißen, Caritas-Koordinator Georg Karbowski, Propst Josef Heers sowie Diakon Peter Breuer, geistlicher Begleiter der vier Caritas-Konferenzen im Pastoralverbund Soest.
Soest. Mehr als 25 Jahre hat sie jeden Mittwoch die Kleiderkammer im Haus der Caritas in Soest geöffnet. Hat die Kleiderspenden sortiert, die Kunden freundlich beraten, hat für wenig Geld ganze Familien eingekleidet und das eingenommene Geld später an den Sozialfond der Caritas im Kreis Soest weitergeleitet. Am letzten Mittwoch drehte Anneliese Schumacher den Schlüssel zum letzten Mal um. Die Kleiderkammer der vier Caritas-Konferenzen in Soest (St. Albert-Magnus, St. Bruno, Heilig Kreuz und St. Patrokli) hat ihre Pforten geschlossen. „Nicht für immer”, blickte Diakon Peter Breuer bei der Verabschiedung von Anneliese Schumacher zuversichtlich in die Zukunft. Im neuen Jahr beginnen die Planungen für das Projekt „Neue Kleiderkammer”. Sie soll an einem anderen Ort mit einem neuen Team weiterarbeiten.
Bevor er aber Einblick in die Planungen gab, dankte er Anneliese Schumacher für ihr langjähriges Engagement. In diesen Dank schloss er auch die 81-jährige Eugenie Ermantraud ein, die seit 15 Jahren ehrenamtlich in der Kleiderkammer mitarbeitet. „In den letzten drei Jahren waren wir beide allein”, erinnert sich Anneliese Schumacher. „Wir haben jeden Mittwoch um 7 Uhr die Kleiderspenden ausgepackt, gemeinsam gefrühstückt und dann von 9 bis 11 Uhr die Kleiderkammer geöffnet.” Obwohl am letzten Öffnungstag die Kundschaft besonders großzügig bedient wurde, sind die Regale in den beiden Kammern noch immer gut gefüllt. Davon profitiert Willi Hadrian, der im neuen Jahr wieder mit seinem Truck nach Riga aufbricht, um hier Menschen in Not mit warmer Kleidung zu versorgen.
Die vier Soester Caritas-Konferenzen wollen auch in Zukunft den Menschen mit saisongemäßer Kleidung, mit Schuhen, Taschen, Bettwäsche u. v. m. mehr helfen. Aber eben in anderen Räumen. „Die Leute müssen an den Sachen vorbeigehen können”, zieht Anneliese Schumacher ein Resümee. „wie in einem Laden.” Eine Erweiterung aber ist im Haus der Caritas, in dem die Kleiderkammer seit vielen Jahren untergebracht ist, nicht möglich.
Deshalb macht sich Diakon Peter Breuer jetzt auf die Suche nach zwei bis drei geeigneten Räumen in der Innenstadt von Soest oder im südlichen Stadtbezirk. Das könnte ein leeres Geschäft, das könnte auch ein Pfarrheim sein. Wichtig ist, dass das Warenangebot so präsentiert werden kann wie z. B. im Caritas-Kaufhaus in Werl. Vorstellen kann sich Breuer auch, dass die dann neue Kleiderkammer z.B. beim Bördetag mal per Modenschau zeigt, dass sich bei ihr wirklich schöne und modische Kleidung finden lässt.
Doch eins nach dem anderen: Im neuen Jahr wird die Kleiderkammer an der Osthofenstraße endgültig aufgelöst. Dann werden neue Räume gesucht sowie Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich für einige Stunden pro Woche in der Kleiderkammer engagieren möchten. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich mit Diakon Peter Breuer (Telefon 02921/61019) oder Caritas-Koordinator Georg Karbowski (Telefon 02921/359015) in Verbindung setzen.
Kontakt
Osthofenstraße 35a
59494 Soest
02921 / 35 90-0
Email senden info (a) caritas-soest (Punkt) de
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