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Ambulante Pflegedienste fordern politische Unterstützung ein
Vertretung der ambulanten Pflegedienste im Kreis Soest (VaP) mit der Politik im Gespräch
25.8.2009: Die Vertretung der ambulanten Pflegedienste im Kreis Soest, in der sowohl die privaten Pflegedienste wie die der Wohlfahrtsverbände organisiert sind, hat zu dem Thema: „Situation und Zukunft der ambulanten Pflege in NRW und im Kreis Soest“ die Politiker des Land- und Kreistages eingeladen.
Als erste Gesprächsteilnehmer konnte im Namen des Vorstandes der Sprecher der VaP, Wilhelm Sprenger, die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz, SPD und den Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Wilfried Jäger, begrüßen. Beide Seiten waren sich einig, dass die Bedeutung der ambulanten Pflege für die Bürger im Kreis Soest in Zukunft noch stärker zunehmen würde.
Sprenger wies darauf hin, dass aber schon jetzt ein deutliche Fachkräftemangel festzustellen sei, der dazu führen könnte, dass die ambulanten Pflegedienste in Zukunft nicht mehr jeden Pflegebedürftigen im Kreis Soest versorgen könnten, da ihnen dazu das Personal fehle.
Ursachen lägen auch in der schlechten Regelung der Refinanzierung der Ausbildungsvergütung, die viele Pflegedienste davon abhalten würde, Auszubildende einzustellen. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Pflegedienste seien die zusätzlichen Personalkosten nicht zu erwirtschaften.
Desweiteren erklärte Peter Wawrik, der ebenfalls dem VaP-Vorstand angehört, dass die Pflegedienste auch für einen Mindestlohn in der Pflege eintreten würden. Voraussetzung sei allerdings, dass die Kostenträger Kranken- und Pflegekassen eine entsprechende Vergütung, die eine Refinanzierung der Lohnkosten sicherstellt zahlen würden. Dies sei bisher eindeutig nicht der Fall. Hier könnten die Gewerkschaften, die in den Verwaltungsräten der Kassen sitzen, einen wichtigen Beitrag leisten.
Auch die Einrichtung von Pflegestützpunkten im Kreis Soest wurde erörtert. Das Vorstandsmitglied Dieter Ritz brachte für die VaP zum Ausdruck, dass man stets die Meinung vertreten habe, dass eine Einrichtung von Pflegestützpunkten im Kreis Soest nicht notwendig sei. Die Leistungserbringen würden schon heute umfassende Beratungen und Informationen für die Bürger im Kreis Soest erbringen. Der finanzielle Aufwand für Pflegestützpunkt solle daher vorrangig für eine bessere Versorgung der pflegebedürftigen Menschen eingesetzt werden.
„Die ambulanten Pflegedienste im Kreis Soest sind geprägt durch eine hohe Qualität in der Erbringung pflegerischer und betreuerischer Leistungen“, verdeutliche Wilhelm Sprenger die einheitliche Auffassung der Pflegedienste zur Leistungserbringung. Alle ambulanten Dienste verfügten mittlerweile über ein internes Qualitätsmanagement. Deshalb halte man eine jährliche Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung auch für überzogen.
Frau Stotz und Herr Jäger sagten dem Vorstand der VaP bei der Lösung der angesprochenen Themen ihre Unterstützung zu. Es wurde vereinbart, dass beide Seiten im Gespräch bleiben und den informativen Austausch regelmäßig fortführen.
Der Vorstand der VaP wird in den nächsten Wochen auch noch mit den politischen Vertretern der anderen Parteien Gespräche führen.
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