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Aventssammlung startet am 21.11.2009
Not hat ein Gesicht: Diakonie und Caritas sammeln, um in Zeiten der Not wichtige Hilfsangebote für Menschen in Not weiter aufrecht erhalten zu können
18.11.2009. Sie steht ihm ins Gesicht geschrieben. Die Angst, dass die Mutter wieder betrunken ist, wenn er aus der Schule nach Hause kommt. Dann würden für Sven alle Sorgen wieder von vorn beginnen. Er müsste sich wieder allein um den Haushalt kümmern, weil die Mutter noch nicht mal mehr stehen kann vor lauter Alkohol. Er müsste einkaufen gehen und bei den Verwandten lügen, warum er wieder allein zu den Sonntagsbesuchen kommt. Dabei ist Sven erst sieben Jahren alt.
Sven hat eines von vielen Gesichtern, in denen die Not zu lesen ist, die mitten unter uns ist. Eine bei sich stetig verschärfender Wirtschaftskrise zunehmende Not, der die Diakonie Ruhr-Hellweg und die Caritas im Kreis Soest vereint begegnen. Damit auch aus Svens Gesicht die Angst allmählich wieder einem zaghaften Lächeln weichen kann. Denn Sven und seine Mutter haben erst vor kurzem Hilfe bei der Suchtberatung der Diakonie Ruhr-Hellweg bekommen. Seit die Mutter die ein Mal in der Woche die Motivationsgruppe besucht, beschäftigt sie sich ernsthaft mit den Möglichkeiten einer Therapie. Denn ihr ist klar geworden, dass sie sonst nicht von ihrer Sucht loskommt. Bis dahin helfen ihr und auch Sven die Familiengespräche in der Beratungsstelle und auch die Treffen der Selbsthilfegruppe.
Damit auch in Zukunft Gesichter wie das von Sven wieder lächeln können, sammeln die Diakonie Ruhr-Hellweg und die Caritas im Kreis Soest auch in diesem Advent Geld, um damit ihre wichtigen Hilfsangebote für Menschen in Not weiter aufrecht erhalten zu können. Die Suchtberatung ist nur eines von unzähligen konkreten Angeboten, die den Menschen unmittelbar in ihrer Not helfen. In Zeiten zunehmender Kinderarmut, sozialer Ausgrenzung und immer mehr überschuldeten Haushalten sind die Spenden der Menschen umso wichtiger. Das Geld fließt direkt in die konkreten Hilfsprojekte der beiden Organisationen. Bei der Diakonie verbleiben 25% der Spenden in den Kirchengemeinden, 35% gehen direkt in konkrete Hilfsprojekte vor Ort und 40% werden vom Landesverband Rheinland-Westfalen-Lippe in spezielle Hilfsangebote weitergeleitet. Bei der Caritas kommen 70% der Mittel der ehrenamtlichen Arbeit in den Pfarrgemeinden zugute, 30% fließen in die Arbeit des Caritasverbandes.
Unter dem Motto „Not hat ein Gesicht“ machen sich wieder unzählige ehrenamtliche Sammlerinnen und Sammler vom 24. November bis zum 12. Dezember auf, um von Straße zu Straße, von Tür zu Tür zu gehen und um Spenden zu bitten. Die Helfer tragen eine Sammelliste mit eingedrucktem Ausweis mit sich. Im vergangenen Jahr spendeten die Menschen im ev. Kirchenkreis Soest 38.235,98 Euro für diakonische Zwecke – gut 1.000 Euro weniger als 2007.
Diakonie und Caritas hoffen, dass die Menschen in diesem Advent wieder ein Herz zeigen für Menschen in Not. Denn: „Not hat ein Gesicht!“
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wirsammeln.de. Dort finden sich auch spannende Porträts von Sammlerinnen und Sammlern sowie weitere konkrete Hilfsprojekte.
Kontakt
Osthofenstraße 35a
59494 Soest
02921 / 35 90-0
Email senden info (a) caritas-soest (Punkt) de
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