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Ende des Zivildienstes im St. Barbara Kindergarten
HULTROP Die Wehrpflicht ist seit ein paar Wochen abgeschafft und somit auch die Pflicht als Zivildienstleistender soziale Einrichtungen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Neue Kräfte für soziale Aufgaben zu rekrutieren, das wird ab April eine wichtige Aufgabe des St. Barbara-Kindergartens sein. Dann nämlich beenden Daniel Wiengarn, Raphael Merlo Noguera, Marcel Maduch, Oliver Schulte. Felix Schwertheim und Tim Sekul ihre Tätigkeit als letzte Zivildienstleistende im Integrativen Kindergarten. Der steht dann vor dem Problem, dass man auf freiwillige Helfer angewiesen ist die man erst einmal finden muss.
Die Zivis des St. Barbara-Kindergartens sind skeptisch, sie glauben dass es nur noch selten Mitmenschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren. Häufig sind Antworten zu hören wie: Und was bekomme ich dafür? Was, ne, das ist ja Arbeit!
.
Verstehen können sie diese Einstellung heute nicht mehr, sie haben in dem einen Jahr nur positive Erfahrungen bei der Arbeit mit den von ihnen betreuten Kindern gemacht. Sie geben aber auch offen zu, dass sie freiwillig diese Aufgabe nicht übernommen hätten. Dann hätten wir aber für unser Leben wichtige Erfahrungen verpasst
, so sind sich die sechs Jugendlichen heute einig. An die etwas unangenehmeren Arbeiten wie Windeln wechseln gewöhne man sich schnell. Wenn man dann auf der Straße von den Kindern angesprochen wird und die offen zeigen, wie sehr sie einen mögen, das wiegt alles andere auf
.
Teamarbeit wird groß geschrieben und im St. Barbara-Kindergarten sind die Zivis keine Hilfskräfte sondern nicht wegzudenkende Mitarbeiter, darauf ist Kindergartenleiter Franz-Josef Berntzen besonders stolz. Er macht sich Sorgen um die Lebensqualität der kleinen Kinder mit Behinderung, denn die sechs Zivildienstleistenden des Hauses übernehmen alle möglichen kleinen Arbeiten. So sind sie im Fahrdienst oder als Betreuer und Spielkameraden in den Kindergruppen sowie bei der Schwimm- und Reittherapie tätig. Unsere jungen Mitarbeiter können selbstständig in einem pädagogischen und therapeutischen Team mitarbeiten und brauchen sich auch keine Sorgen zu machen, wie sie es fahrtechnisch schaffen, zu uns zu kommen
. Dies wird durch die Einrichtung geregelt. Ohne die Zivis wird natürliche Betreuungsqualität verloren gehen
, ist sich Berntzen sicher. Gerade im Kindergarten ist es wichtig, dass die Kinder sich an männlichen Bezugspersonen orientieren können. Ein Ersatz der Zivis durch hauptberufliche Angestellte würde in jedem Fall erhebliche Mehrkosten mit sich bringen und kaum zu bezahlen sein.
Deshalb hofft er auf viele Freiwillige, die sich gerne im Bundesfreiwilligendienst im St. Barbara-Kindergarten engagieren möchten. Interessierte können sich unter 02527/690 im Kindergarten melden.
Kontakt
Osthofenstraße 35a
59494 Soest
02921 / 35 90-0
Email senden info (a) caritas-soest (Punkt) de
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