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Ombudsfrau und Caritas im Gespräch

Kreis Soest. „Wir haben ein hohes Interesse und Anerkennung an der Arbeit der Pflegekräfte, und ein hohes Fach- und Detailwissen erfahren, eine sehr hohe Kompetenz. Und ein intensives Bemühen, die Pflege zu entbürokratisieren.” Als  wegweisend und hilfreich bezeichnet Peter Wawrik, Vorstandsvorsitzender der Caritas im Kreis Soest, das mehrstündige Gespräch, zu dem Elisabeth Beikirch, Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflege des Bundesgesundheitsministeriums, eigens nach Soest gekommen war. Seit Juni ist die unabhängige Pflegeexpertin als Ombudsfrau zur Entbürokratisierung in der Pflege tätig, um im Auftrag des Bundesministers für Gesundheit  die Pflegereform zu begleiten. Sie sammelt Ideen und Vorschläge, wie die Bürokratie in der ambulanten und stationären Pflegeverringert werden kann, wertet sie aus und bringt sie in die Diskussion ein. Um weitere Informationen für ihre Arbeit zu erhalten, hatte Elisabeth Beikirch den Kontakt zur Caritas im Kreis Soest aufgenommen und nach einem längeren telefonischen Informationsaustausch auch eine Einladung vor Ort gerne angenommen.

Es geht uns darum, mehr Zeit für die Pflege, für die Hilfe für den Menschen zurück zu gewinnen und die Bürokratie auf das notwendige Maß zurückzuschrauben”, erklärte Wawrik nach dem Treffen, an dem auch Ralf Heckmann, Fachbereichsleiter Pflege, und Bettina Wiebers, Beauftragte für Qualitätsmanagement, teilnahmen. Es blieb nicht beim Gespräch am runden Tisch. Um die Realität vor Ort kennenzulernen, wurde dem Gast aus Berlin die seit Jahren stattfindenden Kooperationsentwicklungen verschiedener Träger im Gesundheitswesen in Anröchte (Quartiersentwicklung) gezeigt und danach das Seniorenwohnheim St. Annen-Rosengarten in Lippstadt besucht. Elisabeth Beikirch erhielt eine Reihe von Praxisbeispielen, wie z.B. die regelmäßige Anforderung von Krankenkassen nach Medikamentenlisten und anderen Verlaufsdokumentationen in der ambulanten Pflege, oder die Auswirkungen der letzten Heilmitteländerung, bei der seitens der Ärzte nur noch die Wirkstoffe der Medikamente verschrieben werden sollen. Von den Pflegeeinrichtungen verlangen staatliche Stellen nun, Wirkstoffe und Präparate aufzuzeichnen. Doppelte Arbeit, da sich die Präparate häufig auch ändern. Auch bei der möglichen Abstimmung der verschiedenen staatlichen Stellen, die Prüfaufträge in Pflegeeinrichtungen haben, besteht „Entbürokratisierungspotential”, so Beikirch und Wawrik übereinstimmend.

Wie sehr der Informationsfluss beeindruckte, ließ Elisabeth Beikirch in einem Brief wissen, der nur drei Tage nach dem Besuch im Haus der Caritas ankam. „Der Tag bei Ihnen hat mir noch einmal klar gemacht, wie wichtig es ist, Vorschläge zur Entbürokratisierung der Pflege gegenüber der Politik und anderen zentralen Akteuren zu benennen und auf Entlastung zu drängen”, dankt Elisabeth Beikirch dem Caritas-Vorstand. „Ich war beeindruckt, mit welch hoher Professionalität der Alltag in Ihren Einrichtungen und Diensten gestaltet wird.” Sie habe viele vertiefende Aspekte zu Fragen der Dokumentation und der Qualitätssicherung mitgenommen, schreibt die Pflegeexpertin und betont, dass sie großes Interesse an einem weiteren Gespräch u. a. zu Fragen der Entbürokratisierung von Vertragsgestaltung und Vergütungsverhandlungen habe.

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Caritas im Kreis Soest
Osthofenstraße 35a
59494 Soest

02921 / 35 90-0
Email senden info (a) caritas-soest (Punkt) de
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