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Personifizierte Menschlichkeit

Ein besonderes Dankeschön: Eberhard Steffen, hier mit seiner Frau Elisabeth, wurde von Bürgermeister Peter Weiken zum Ehren-Amtmann ernannt. Es gratulierten Heinz Straszewski, Christa Mertens, Thomas Becker und Veronika Kura von der Caritas.

Caritas und Stadt danken Eberhard Steffen

Rüthen. So ganz wohl war Eberhard Steffen in der ihm eigenen Bescheidenheit nicht, so sehr in den Mittelpunkt der Dankeschönfeier der Caritaskonferenz und der Stadt Rüthen gerückt zu werden. Stellvertretend für alle ehrenamtlich in der Caritas Tätigen wurde Eberhard Steffen von Bürgermeister Peter Weiken zum städtischen Amtmann ehrenhalber ernannt. Die Dankeschönfeiern für ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter – inzwischen sind es rund 70 – pflegt die Caritaskonferenz Rüthen seit Jahren. Und doch war sie dieses Mal etwas Besonderes. Herausgehoben war der Rahmen im Bürgersaal des Alten Rathauses und die Rolle der Stadt als Mitveranstalter. Und dazu gab es diese eine, besondere Ehrung, die der Bürgermeister namens der Stadtvertretung und der gesamten Bürgerschaft aussprach.

Angesprochen jedoch, das wurde in den Ansprachen deutlich, durfte sich jeder fühlen, der zu der überaus vielfältigen und erfolgreichen Arbeit der Caritas in Rüthen beiträgt. Als „Repräsentanten gelebter sozialer Solidarität” würdigte sie Weiken.

Die Caritasarbeit ist aus Rüthen nicht wegzudenken”, machte mit berechtigtem Stolz Veronika Kura als Vorsitzende der örtlichen Konferenz deutlich. Möglich sei dies aber nur durch die starke Unterstützung aus der Politik, der Gemeinde und der Bevölkerung. „Sonst wäre es schwer, neue Projekte zu starten.

„Viele haben geholfen”
Viele haben mitgeholfen, dass viele unserer Träume wahr wurden”, so Veronika Kura anerkennend. Kern der Caritasarbeit sind die Helferinnen, die die Haussammlungen vornehmen und den Besuchsdienst leisten. „Sie helfen uns, Zeichen der Not auch in unserer kleinen Stadt zu lindern – und dabei geht es nicht nur um materielle Not.” Gestartet werden konnten das Projekt „Urlaub ohne Koffer”, eine Hospizgruppe, es fand sich ein Team für die Seniorennachmittage und das Café Solo, die Tafel ging an den Start und Mitte Februar folgt das Projekt „mahl+zeit”. Etwas aber fehlt in dieser Aufzählung: Das seit einem Jahrzehnt bestehende Möbellager der Caritas. Und damit ist man bei Eberhard Steffen. Dort kumuliert sich dessen Arbeit und Engagement für die sozial schwächer Gestellten, dass er auch schon in seiner 20-jährigen Tätigkeit im Sozialbereich der Stadtverwaltung zeigte. „Eberhard Steffen öffnete vielen sozial Schwachen über seine Amtspflichten weit hinaus die Türen zu ergänzender Unterstützung insbesondere aus dem Angebot der Caritas”, lobte Weiken. Steffen sei nicht primär städtischer Angestellter gewesen, sondern vor allem Mensch, der Menschlichkeit in vielen Einzelfällen praktiziert und vorgelebt habe – dienstlich wie privat. Und das nicht nur bei der Caritas: So erinnerte Weiken auch an Eberhard Steffens Engagement für Pfadfinderschaft, Kinderschutzbund und den Trägerverein des Jugendzentrums.

Es verschlägt mir die Sprache”, bekundete der neue Ehren-Amtmann hörbar gerührt. Allerdings sei das Loblied auf ihn „etwas zu hoch angestimmt”. Bescheiden gab er den Dank weiter an seine vielen Mitstreiter. Sein Wunsch an sie: „Ich hoffe, dass Ihr trotz warmer Socken nie kalte Füße bekommt und weitermacht wie bisher.

Text und Foto Westfalenpost Warstein (Armin Obalski)

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