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Rüthener Tafel öffnet am 15. Juli

Kreis Soest. Neben Werl, Lippstadt und Geseke hat der Caritasverband Kreis Soest jetzt auch in Rüthen eine „Tafel” eingerichtet. Bevor am 15. Juli die ersten Kunden in die Königstraße 5 kommen, stellten Vorstand Thomas Becker und Georg Karbowski, Koordinator für die Caritas im Dekanat Lippstadt-Rüthen, die Unterkunft den Vertretern des öffentlichen Lebens und den Sponsoren vor, die das Projekt „Rüthener Tafel” so großzügig mit Geld-, Sach- und Zeitspenden unterstützt haben. Die Theke, über die die Waren gereicht werden, der mit gemütlichen Möbeln ausgestattete Bereich für die Wartenden, die zupackende Hilfe durch die Caritaskonferenzen Rüthen und Kallenhardt – viele hilfsbereite Menschen haben dazu beigetragen, dass praktizierte Nächstenliebe und bürgerschaftliches Engagement auch in Rüthen Menschen in Notlagen helfen werden. Nicht zu vergessen die heimischen Kaufleute, die zugesagt haben, die Tafel mit Lebensmitteln zu versorgen und mit deren tatkräftige Unterstützung das Team der Helferinnen und Helfer um Hans-Gerd Hesper, dem ehrenamtlichen Koordinator des Projekts, fest rechnen kann. Besonders großzügig waren die MeisterWerke: Sie sponserten ein Fahrzeug für die Rüthener Tafel.

Doch es sind nicht allein die gefüllten Einkaufskörbe, die den großen Saal an der Königsstraße zu einem besonderen Zentrum der Begegnung machen werden: Becker betonte es, die Seelsorger wiesen darauf hin, Bürgermeister Peter Weiken griff diesen Gedanken ebenfalls auf: Die Menschen, die hier ihre Lebensmittel einkaufen, sind keine Bittsteller. Ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, ist den ehrenamtlichen Helfern der Tafel eine tiefempfundene Verpflichtung. Pfarrer Bernd Vorderwisch und Pfarrer Bernd Götze, der den Raum weihte, erbaten den Segen Gottes für all die Menschen, die hier ein- und ausgehen werden.

Mit der Ausgabe von Lebensmitteln in der Rüthener Tafel soll das Engagement des Caritasverbands in Rüthen nicht enden. Thomas Becker kündigte Pläne an, im Haus Buuck demnächst Menschen an eine gemeinsame Tafel zu holen. Auf der Deele, an einem langen Tisch, soll es zwei Mal pro Woche möglich sein, gemeinsam das Mittagessen einzunehmen. Wobei jeder den Obolus zahlt, der ihm oder ihr möglich ist.

Seine Bitte, auch in Zukunft die Aktivitäten in Rüthen zu unterstützen, blieb nicht ungehört. Marianne Creutzer, Monika Arens und Christa Mertens vom Vorstandsteam des Caritaskonferenz Rüthen überreichten zur Eröffnung der „Tafel” einen Scheck in Höhe von 1300 Euro. Solche Geldspenden werden gebraucht, um zusätzlich haltbare Waren wie Kaffee, Öl oder Nudeln einkaufen zu können.

Erstmals öffnet die Rüthener Tafel am Freitag, 15. Juli von 14 bis 16 Uhr ihre Tore. Um preisgünstig Lebensmittel einkaufen zu können, muss die Bedürftigkeit nachgewiesen werden. 80 Prozent der Menschen, so die Erfahrung der Caritas aus anderen Städten mit „Tafel”-Angeboten, sind Bezieher des Arbeitslosengeldes II, zehn Prozent sind Ältere, die Grundsicherung erhalten, weitere zehn Prozent bekommen Arbeitslosengeld I oder liegen als Geringverdiener mit ihrem Einkommen knapp über den Hartz-IV-Sätzen. Jeder Kunde, jede Kundin muss sich also einen Berechtigungsschein ausstellen lassen und danach ein Los ziehen. Wer die 1 zieht, kann sofort an die Verkaufstheke und dort für zehn Prozent des üblichen Warenwerts einkaufen – die Inhaber höherer Losnummern werden gebeten zu warten und die Zeit bei Gesprächen, einer Tasse Kaffee und Zeitungslektüre zu verbringen. Vorstand Thomas Becker betonte in seiner Rede, wie wichtig dieses Verfahren ist: „Warteschlangen sind menschenunwürdig, und das Auswählen ist wichtiger als vollgepackte Tüten.”

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Caritas im Kreis Soest
Osthofenstraße 35a
59494 Soest

02921 / 35 90-0
Email senden info (a) caritas-soest (Punkt) de
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