Caritas-Ehrennadel in Silber für Dorothee Schulte
Als Ehrengast der Caritas-Delegiertenversammlung nahm der CDU-Bundestagsabgeordnete Oliver Pöpsel im Interview mit Caritas-Koordinator Georg Karbowski zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung.Foto: Marcus Bottin
Für ihre besonderen Verdienste wurde Dorothee Schulte die Caritas-Ehrennadel in Silber verliehen. Die Warsteinerin engagiert sich seit mehr als drei Jahrzehnten in den Caritas-Konferenzen, war Vorsitzende der Caritas-Konferenz Allagen, Regionalvorsitzende in der Region Rüthen und ist heute stellvertretende CKD-Diözesanvorsitzende im Erzbistum Paderborn.
Caritas-Vorstand Bettina Wiebers hob in ihrer Laudatio besonders Dorothee Schultes Einsatz für ehrenamtliche Projekte, ihre Arbeit während der Corona-Zeit, die Organisation von Fachveranstaltungen sowie ihr Engagement für Tafelkunden und soziale Initiativen hervor. Die Auszeichnung würdigt ihr langjähriges und außergewöhnliches ehrenamtliches Wirken.
Zuvor hatte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Oliver Pöpsel als Ehrengast der Delegiertenversammlung den Fragen von Caritas-Koordinator Georg Karbowski gestellt.
Im Mittelpunkt des Interviews standen die Ursachen für den Wahlerfolg der AfD sowie Fragen zur Renten- und Pflegepolitik, zu Sozialleistungen, Bildung, Arbeitsmarkt und Ehrenamt. Pöpsel warb für mehr politische Geschlossenheit, wirtschaftliche Sicherheit und nachvollziehbare Reformen. Die Rolle des Ehrenamtes rückte auch er in den Mittelpunkt. Ehrenamtlich Engagierte leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und verdienten Anerkennung sowie weitere Unterstützung.
Den Erfolg der AfD sieht Oliver Pöpsel vor allem als Ausdruck einer wachsenden Entfremdung vieler Bürger von den etablierten Parteien.
Im Tätigkeitsbericht des Vorstandes wurde deutlich, dass die Caritas im Kreis Soest vor vielfältigen Herausforderungen steht. Ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr war die Neuorganisation der Sozialstationen in der Region Lippstadt. Wirtschaftlich steht der heimische Wohlfahrtsverband weiterhin auf einem soliden Fundament. Vorstand Lutz Gmel berichtete, dass der Caritasverband für den Kreis Soest trotz schwieriger Rahmenbedingungen das Jahr 2025 mit einem leicht positiven Jahresüberschuss abschloss und von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhielt. Trotz des guten Ergebnisses wies er auf finanzielle Risiken durch steigende Personal-, Energie- und Versicherungskosten hin. Besonders positiv entwickelten sich die ambulante Pflege sowie Bereiche der Behindertenhilfe.
Für ihre besonderen Verdienste wurde Dorothee Schulte die Caritas-Ehrennadel in Silber verliehen. Caritas-Vorstand Bettina Wiebers und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Thomas Hamm gratulierten.Foto: Marcus Bottin
Der Aufsichtsrat berichtete über seine regelmäßige Begleitung wichtiger Themen wie Digitalisierung, Personalgewinnung, Pflegeausbildung, Bauprojekte und die wirtschaftliche Entwicklung des Verbandes. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Thomas Hamm dankte ausdrücklich dem Vorstand und allen Mitarbeitenden der Caritas sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihr großartiges Engagement. Vorstand und Aufsichtsrat wurden von der Delegiertenversammlung jeweils einstimmig entlastet.
Im Aufsichtsrat des Caritasverbandes gibt ein neues Gesicht: Klaus Eifler (62) aus Werl rückt für Lutz Langschmidt, ebenfalls aus Werl, nach. Der verheiratete Familienvater arbeitete als Landschaftsarchitekt sowie Oberstudienrat mit dem Fach Wirtschaft. Aktuell ist er als ständiger Diakon im Pastoralen Raum Werl tätig. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert er sich seit vielen Jahren ehrenamtlich, unter anderem im Kirchenvorstand, im Rotary Club Werl und auch in einem Verein für Straffälligenhilfe. Durch seine langjährige Mitarbeit in mehreren Aufsichtsgremien sieht er sich gut auf die Aufgaben im Caritas-Aufsichtsrat vorbereitet. Er wurde einstimmig in den Aufsichtsrat des Caritasverbandes für den Kreis Soest gewählt. Für das Vertrauen bedankte er sich herzlich und bemerkte mit einem Augenzwinkern, dass einstimmige Wahlergebnisse in der Politik eher selten seien.