Die Tafel der Caritas in Rüthen hilft seit 15 Jahren – Zahl der Bedürftigen hat sich verdreifacht
Georg Karbowski (links), Erhard Nöllecke (2. von rechts) und Bettina Wiebers (rechts) zeichnen Angela Polenz, Fanz-Josef Vogt und Susanne Köhler aus, die seit der Gründung der Tafel dort mitarbeiten.Foto: mbo
Die Tafel ging 2011 aus der ehemaligen "Speisekammer" hervor und wurde in Trägerschaft des Caritasverbandes überführt. Möglich wurde der Aufbau durch die Unterstützung der Stadt Rüthen, ortsansässiger Firmen und rund 20 ehrenamtlicher Helfer der ersten Stunde.
Was 2011 mit rund 60 Personen an einem wöchentlichen Öffnungstag begann, hat sich seither erheblich ausgeweitet. Bereits 2023 kamen etwa 195 Menschen zur Tafel, zeitweise - auch infolge des Ukraine-Krieges - sogar über 300. Aktuell werden 297 Personen versorgt, davon sind 148 Kinder. Insgesamt 104 Familien kaufen regelmäßig bei der Tafel ein, darunter auch Haushalte mit bis zu acht Kindern.
Um dem Andrang gerecht zu werden, wurde die Ausgabe längst auf zwei Wochentage - dienstags und donnerstags - ausgeweitet. Die Kundschaft ist zudem in vier Gruppen eingeteilt, die zu festen Zeitfenstern kommen, um Wartezeiten zu vermeiden.
Getragen wird die Arbeit heute von 38 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Zwei Fahrer holen die Waren morgens in Rüthen, Erwitte und Anröchte ab, mehrere Teams übernehmen Sortierung und Ausgabe. Koordiniert werden die Einsätze unkompliziert über eine WhatsApp-Gruppe - fällt jemand aus, springt kurzfristig jemand anderes ein.
Freuen sich über 15 Jahren Engagement für Mitmenschen in der Tafel Rüthen: Bürgermeister Peter Weiken, Caritas-Bereichsleiter Georg Karbowski, Pfarrer Waldemar Kolotzek, Tafelleiter Erhard Nöllecke, Susanne Köhler, Christa Mertens, Caritas-Vorstand Bettina WiebersFoto: mbo
Rüthens Bürgermeister Weiken hob in seinem Grußwort die kurzen, unbürokratischen Wege in Rüthen als Erfolgsfaktor hervor. Auch die Stadt selbst leistet einen kleinen Beitrag: Geschenkgutscheine, die Bürgerinnen und Bürger zu runden Geburtstagen oder Ehejubiläen erhalten, werden häufig zugunsten der Tafel gespendet.
Tafelarbeit ist immer Netzwerkarbeit. Viele müssen sich engagieren. Deshalb dankten Caritas-Vorstand Bettina Wiebers, Georg Karbowski und Tafelleiter Erhard Nölleke allen Unterstützern, Spendern und Ehrenamtlichen.

