SozialstiftungNRW fördert Quartiersmanagement im Hirschberger Dorfladen „Hirschi“
Stiftungsratsvorsitzender Marco Schmitz (rechts) und Landtagsabgeordneter Jörg Blöming überreichten Caritas-Vorstand Lutz Gmel (links) und Quartiersmanagerin Pia Hohenstein den Förderbescheid.Foto: Hannah Löseke/Soester Anzeiger
Mit der Eröffnung des Hybriden Dorfladens "Hirschi" stärkt der Caritasverband im Kreis Soest e.V. nicht nur die Nahversorgung. Es entsteht auch ein neuer Treffpunkt im Dorf. Das innovative Konzept des Hybriden Dorfladens bietet zugleich Einkaufsmöglichkeiten und Räumlichkeiten für soziale Beratung oder Veranstaltungen. Damit werden ländliche Regionen gestärkt, in denen kleine, privat geführte Läden in den Dörfern oftmals aufgegeben werden.
Die SozialstiftungNRW fördert Sach- und Personalkosten des Quartiersmanagements, das einen zentralen Baustein der Gesamtkonzeption des Projekts bildet. Ziel ist es, den Dorfladen als Anlaufstelle für die Menschen im Ort zu etablieren. Das Quartiersmanagement richtet sich grundsätzlich an die gesamte Dorfbevölkerung. Im Fokus stehen zunächst Senioren sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen. Gerade für älteren Menschen, die nicht mehr so mobil sind, ermöglicht der Laden, vor Ort einkaufen zu können.
Das Besondere an dem Hybriden Dorfladen: Er dient zugleich als niedrigschwelliger Zugang zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Während klassische Beratungsstellen oft mit Hemmschwellen verbunden sind, wird der Dorfladen von allen Bürgerinnen und Bürgern selbstverständlich zum Einkaufen genutzt. Dadurch entstehen Begegnungen und Gespräche ganz ohne Barrieren.
Für das Quartiersmanagement wird ein offen gestalteter Gesprächsraum eingerichtet, der bewusst eine wohnliche Atmosphäre statt eines klassischen Büros vermittelt. So soll ein Ort entstehen, an dem sich Menschen willkommen fühlen und unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen können. Ergänzt wird das Angebot durch eine Bistroecke im Dorfladen. In gemütlicher Café-Atmosphäre können Besucherinnen und Besucher verweilen, sich austauschen und neue Kontakte knüpfen. Gleichzeitig bietet die Bistroecke vielfältige Möglichkeiten für Veranstaltungen, Begegnungsangebote und Aktivitäten des Quartiersmanagements.
Der Stiftungsratsvorsitzende, Marco Schmitz, MdL, erklärte bei der Übergabe des Förderbescheides: "Wir freuen uns sehr darüber, den Förderbescheid für diesen innovativen Quartiersansatz hier im Dorfladen in Hirschberg übergeben zu dürfen. Hiermit leistet die SozialstiftungNRW einen wichtigen Beitrag, die Gemeinschaft in Hirschberg zu stärken, Teilhabe zu ermöglichen und Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen miteinander zu verbinden."
Lutz Gmel, Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Soest, betonte die Bedeutung des neuen Ladens für die Dorfgemeinschaft: "Wir freuen uns in Hirschberg die Menschen mit unserer Quartiersarbeit noch besser zusammen bringen zu können. In unserer Plauderstube kommt man zusammen, tauscht sich aus und man kann sich gegebenenfalls gegenseitig unterstützten. In Hirschberg ist man nicht alleine!"