
Burgis Korte (Fachbereichsleitung Leben und Lernen) konnte im Kreis der Gäste neben Bürgermeister Michael Grossmann und Caritas-Vorstand Lutz Gmel auch Barbara Schäfer vom JobCenter Soest und Ulrike Wengert-Neuhaus vom JobCenter Werl begrüßen. Und ihnen Dank sagen für die Jahre bester Kooperation. Denn das Caritas-Kaufhaus ist nicht nur der Ort, in dem Menschen mit geringerem Einkommen sich preiswert mit allen Dingen eindecken können, die sie für das Leben benötigen. Das Caritas-Kaufhaus ist auch der Ort, an dem dank der Zusammenarbeit mit den JobCentern derzeit 21 Stellen für Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung stehen. Diese definieren sich dadurch, dass es Tätigkeiten sind, die der Öffentlichkeit dienen, zusätzliche Aufgaben übernehmen und daher keine reguläre Arbeit verdrängen. Kundinnen und Kunden des Jobcenters AHA haben dort die Chance, in einem geschützteren Rahmen zu arbeiten und gleichzeitig für den Arbeitsmarkt vorbereitet zu werden. Aufbau einer Tagesstruktur und Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit sind zwei Ziele, die neben der Suche nach einer Beschäftigung erreicht werden können.
Lutz Gmel (Wirtschafts- und Finanzvorstand) ordnete in seinen Begrüßungsworten die Caritas-Einrichtung in ihren sozialen Kontext ein: "Wenn wir in London oder Berlin sind, bummeln wir durchs Harrod’s oder durchs KaDeWe und freuen uns, wenn wir etwas gefunden haben. Diese Freude, dieses Erlebnis gibt das CaKau auch den Menschen, die hier einkaufen. Und auch die logistische Bewältigung des ein- und ausgehenden Warenverkehrs ist wie bei den großen Kaufhäusern kompliziert, durchdacht und dank des engagierten Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr erfolgreich. Dafür sagen ich allen einen ganz herzlichen Dank."
Burgis Korte ließ Zahlen sprechen: Acht festangestellte Mitarbeiter sorgen gemeinsam mit 21 Langzeitarbeitslosen dafür, dass der Betrieb im Kaufhaus mit seinen unterschiedlichen Abteilungen wie Entgegennahme, Sortieren und Einräumen der Spenden, der Verkauf der Textilien, Klein- und Großmöbel sowie dem Bistro reibungslos läuft. Dass Spenden aus Haushaltsauflösungen z. B. auch abgeholt werden, hat sich herumgesprochen und sorgt immer wieder für attraktive Angebote. Nicht vergessen werden darf die Werler Tafel, in der täglich Lebensmittel ausgegeben werden. Hier sind zwei Bfdler (Bundesfreiwilligendienst) tätig, zusammen mit zwanzig Ehrenamtlichen und zwei Langzeitarbeitslosen. Das Caritas-Kaufhaus kann sich sehen lassen: Im Lauf der Jahre wurden 700 000 Besucher bzw. 350 000 Kunden gezählt. 700 Frauen und Männer fanden hier mithilfe des JobCenters eine Arbeitsgelegenheit. Und dank der Spendenbereitschaft der Werler Bevölkerung wurden 180 Tonnen Kleidung (für Männer, Frauen und Kinder) sowie 9000 Tonnen Waren sortiert und in den Wiederverwertungskreislauf gebracht.
Entscheidenden Anteil an dem Erfolg des Caritas-Kaufhauses haben natürlich die hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Namentlich seien hier Claudia Schulte (Leitung Caritas-Kaufhäuser) sowie Jörg Weber (Leitung CaKau) genannt.
Neben dieser Erfolgsbilanz durfte aber die eigentliche Feier nicht vergessen werden. Der Kinderflohmarkt musste wegen der anhaltenden Regenfälle ins Haus verlagert werden. Weitere Attraktionen waren das Kinderschminken, die Tombola, diverse Stände mit Leckereien und Erfrischungen, ein buntes Bühnenprogramm sowie der Clown Stefan, der mit seinen Späßen für Unterhaltung und Kurzweil sorgte.